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7 Tipps, damit die Weihnachtsdeko nicht schon am 26. Dezember nervt

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7 Tipps, damit die Weihnachtsdeko nicht schon am 26. Dezember nervt

von | Jan 1, 2018 | Cultform, Interior. | 0 Kommentare

Wenn bei sommerlichen Temperaturen Ende August die Lebkuchen in den Supermarktregalen Einzug halten, kann man es nicht fassen. Dann kommt der Advent Ende November dann doch ganz überraschend plötzlich und nach der Bescherung und anschließender Völlerei ist bei vielen dann schnell der Riemen runter und mancher entledigt sich seines Weihnachtsbaums nebst Schmuck schneller als die Gans verdaut ist.

Wenn am 27. Dezember die Weihnachtsstimmung so plötzlich vom Silvesterwahnsinn abgelöst wird, hinke ich gefühlsmäßig regelmäßig hinterher. Das plötzliche Umschalten gelingt mir nicht. Aber ist es den auch wirklich nötig?
Jeder darf das natürlich machen, wie er es mag. Landstrichweise gibt es dazu aber auch verschiedene Traditionen und allgemein erwartete Herangehensweisen an die ganze komplizierte Weihnachtsangelegenheit.
Für mich persönlich nehme ich in Anspruch aus dem Weihnachtsland überhaupt zu kommen. Vielleicht nicht aus der absoluten Hochburg wie dem hintersten Erzgebirge, jedoch aus jener Gegend, in der traditionell exzessiv geschmückt wird und wirklich rate ich jedem, wenn er/sie/es nicht gerade absoluter Festtagsphobiker ist, einmal im Leben ein paar Adventstage im sächsischen Mittelgebirge zu verbringen, es muss ja keine geführte Busreise sein. Denn nirgends sonst ist das Lichtermeer ein Lichtermehr. Da wagt sich keiner, sein Fenster unbeleuchtet zu lassen und zum Glück hält sich der amerikanisch -chinesische Buntblinklichtkitsch mit Rentierschlitten noch in Grenzen. Jedes ach so kleine Nest nennt eine große Pyramide sein eigen. Wenn dann noch Schnee das Hügelland bedeckt, ist es doppelt so festlich, ganz so, wie der gute alte Joseph von Eichendorff im folgenden berühmten Gedicht formuliert hat:

Weihnachten


Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!


Manchen Baumarktweihnachtsmann habe ich schon mit diesem Gedicht verrückt gemacht, der das übliche “Lieber guter Weihnachtsmann …” erwartet hatte.
Aber wie immer schweife ich ab. Eigentlich wollte ich euch ja erklären, wie lange Weihnachten eigentlich geht. Der gemeine Skandinavier scheint ja üblicherweise seine Dekofichte bereits am 27. Dezember bei gleichzeitiger Anrufung des Heiligen Knut zum Fenster heraus zu befördern. Wenn man das Gewächs tatsächlich schon seit Anfang Dezember im Zimmer herum stehen hat, kein Wunder! Dort, wo es aber eher üblich ist, die Festtagsdeko nicht vor dem Totensonntag und den Baum nicht vor dem 23. Dezember heraus zu kramen, ist das jedoch undenkbar. Bis die Heiligen drei Könige am 6. Januar mit ihren Paketen ankommen, ist in jedem Fall offiziell noch Weihnachten. In manchen Gegenden der Welt bekommen die Kinder ja auch erst dann ihre Geschenke, einige aber auch schon am 5. bzw. 6. Dezember vom Heiligen Nikolaus. Manche Erzgebirgsgemeinden beenden die Lichterzeit sogar erst am 2. Februar, Mariä Lichtmess, der 40. Tag nach Weihnachten. Eigentlich gar nicht so dumm, denn eigentlich ist der Januar ja ohne den Lichterzauber doch echt dunkel und trostlos.
 
Was machen wir also mit dem leidigen Problem, dass die Weihnachtsdeko sich bereits mit dem Silvesterkonfetti schlecht verträgt?
Da meine heimische Dekoration nach vorwiegend eigenem Design ja ohnehin sehr reduziert ist, nervt sie schon mal generell nicht so schnell. Geheimtipp Nummer eins lautet also: gar nicht erst so viel hinstellen – #minimalchristmas sozusagen.
 

Tipp zwei: Die weihnachtlichsten Accessoires zuerst entfernen. Die mir unfreiwillig geschenkten pflanzlichen Weihnachtssterne er- und überleben wegen meines fehlenden grünen Daumens die Weihnachtstage ohnehin selten. Schade. Nicht.

Falls ihr irgendwelche Weihnachtsmänner aufgestellt habt, müssen die natürlich eher in die Schachtel. Was glitzert, kann in der Schachtel weiter glitzern.

Der Adventskalender ist eh leergefressen und kann weg! Meiner wird allerdings nächstes Jahr wiederverwendet.

Tipp drei: Alles was Licht macht kann länger bleiben. In den dunklen Tagen, in denen sich die Sonne sowohl aus astronomischen als auch meterologischen Gründen kaum sehen lässt, ist ein wenig zusätzliches Licht doch immer willkommen, vor allem in den Fenstern, denn da haben auch die Mitmenschen etwas davon, und Kerzen und Sterne laufen sowieso unter Winterdeko, zumindest wenn sie nicht unbedingt rot+golden sind.

Tipp vier: Duft anpassen. Lebkuchen und Plätzchen bäckt Ende Dezember ja sowieso keiner mehr. Damit wäre diese Geruchsquelle also schon einmal ausgeschlossen. Räucherkerzen und -stäbchen können bleiben, wechseln aber dufttechnisch von weihnachtlichem Weihrauch und Tannenduft über den neutralen Wintertraum und erfrischendem Orangenduft zu Vanillearoma, Cassis oder Apfel.

Tipp fünf: Schon ein bisschen Frühling ins Haus holen. Dass helle und frühlingshafte Farben die Stimmung heben, ist auch kein richtiges Geheimnis. Sobald ich die ersten Tulpen im Laden entdecke, müssen die also mit! Wenn wir schon bei hellen Farben sind kommt …

Tipp sechs gerade recht: Weiß geht immer, sowohl vor als auch nach Weihnachten. Je leichter und heller, so ist die Erfahrung, desto weniger nervig auf Dauer.

Ab wann also Weihnachtsdeko nervt, hängt eben von der Dosis ab und der inneren Einstellung. Weihnachten beginnt und endet im Herzen und ist somit erst dann vorbei, wenn du es willst. Das war übrigens Tipp sieben. 😉

Liebe Grüße,
Kathleen
Proclaimer: Dieser Post ist unbezahlte Werbung. Die Produkte sind jedoch in meinem Onlineshop erhältlich.

Das merk ich mir für später!

 

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